Mehr als 60 Medienvertreter folgten der Einladung am 16. Juni zur Buchpräsentation „Food Change – 7 Leitideen für eine neue Esskultur“.
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Jeder Einkauf ist ein politischer Akt
Das Buch Food Change ist mein absolutes Lieblingsbuch und Wegbegleiter in diesem Sommer. Es zeigt uns wie jeder Einkauf zu einem politischen Akt wird. Food Change zeigt in welch enormen Tempo und Ausmaß sich unsere Speisen, die Rolle von Genuss und Gesundheit etc., also unsere gesamte Vorstellung vom System Essen gerade von Grund auf verändern.
Der Mythos vom Niedergang der Esskultur
Food Change- ein Buch von Hanni Rützler und Wolfgang Reiter regt an über den Wandel unserer Esskultur nachzudenken. Den Titel kann man wörtlich nehmen: Was wir essen, wie wir das tun und vor allem warum, wird sich fundamental ändern.
Die sieben Leitideen stellen das „Klischee“ besser ist mehr in Frage. Daher ist ihr Grundsatz Besser statt mehr gleich die 1. Leitidee. Der Leser wird u.a. dazu aufgefordert mehr zu regionalen Produkten der Umwelt zuliebe zugreifen. Weitere Leitideen: Vorwärts zum Ursprung, Gemeinsam genießen, Natürlich gesund, Global wird normal, Einfach besser und Immer schöner. Ich hab das Buch mit 164 Seiten innerhalb kürzester Zeit gelesen und es hat mich sehr zum Nachdenken angeregt.
Durch dieses Buch habe ich erneut meine momentane Esskultur genauer unter die Lupe genommen. Ich versuche vermehrt regionale und saisonale Produkte zu kaufen um einerseits zu wissen woher es kommt und andererseits um CO2 zu sparen. Gerade in Zeiten wie diesen ist die Leitidee „Vorwärts zum Ursprung“ besonders wichtig. 1kg Äpfel aus der Steiermark bzw. vom Bodensee kommt auf 22,6g CO2 – wohin gegen das Sortenpendant aus Südafrika auf 263,1g kommt. Wie man sieht macht es klimatechnisch durchaus Sinn auf die Herkunft der Produkte zu achten.
Jedes Kapitel beinhaltet ein Zukunftsmenü, worauf in weiterer Zukunft geachtet werden soll (sowohl vom Konsumenten, Produzenten, Gastronom und Handelsunternehmer).Zum Beispiel: Qualität statt Quantität, Identität und Sinn des Essen, Gemeinsam statt einsam genießen, Essen mit Weltverantwortung,…. Dieses Buch versucht aufzuzeigen, dass wir selbst der Schlüssel zur Besserung einer gewissenhaften Esskultur sind.
Food Change ist ein Must-have für jeden Ökologie- und Ernährungsbegeisterten. Für alle die sich für die Food Trends interessieren sollte das Buch das Accessoire des Sommers werden. Ich habe es immer griffbereit bei mir. Es hat mein Essverhalten auf jeden fall positiv beeinflusst und ich versuche mehr zu regionalen Produkten zu greifen. Essen sollte u.a. Genuss darstellen und Verbinden, also gemeinsam statt einsam. Weiters probiere ich Convenience Produkte zu vermeiden und mehr selbst in der Küche zu stehen.
Nach dem Motto: Change, we can eat!



